Europäische Dimension der Medizin in Berlin

Zwei Ausstellungen der 

Berliner Medizinischen Gesellschaft 

anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens

14.07. - 11.11.2010 

Rudolf Virchow als Anthropologe und Prähistoriker 

30.10. - 11.11.2010

Europäische Dimension der Medizin in Berlin 

im Spiegel der BerlMedGes

 

Beide Ausstellungen erfolgen im Rahmen des Kulturprojekts 

"Wissenschaft Berlin 2010"

1.Ausstellungseröffnung  am 14.07.2010 um 19:00 Uhr im LVH:

R. Virchow als Anthropologe und Prähistoriker

14.07. - 11.11.2010

Ausführliches Programm zur Eröffnung der Ausstellung am 14.7.2010 


Die Ausstellung

Rudolf Virchow als Anthropologe und Prähistoriker“

am 14.7.2010 im Langenbeck-Virchow-Haus

entstand unter Zusammenarbeit der 

Berliner Medizinischen Gesellschaft 

(Dr. E. Neumann-Redlin von Meding, Schriftführer) 

Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte,

und des Museums für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin

(Horst Junker, Archivar) 

Sie ist Teil unserer Jubiläumsausstellung "Europäische Dimension der Medizin in Berlin", die ab 30. Oktober 2010 im Rahmen des Kulturprojektes "Wissenschaft Berlin 2010" im Langenbeck-Virchow-Haus präsentiert wird.


Rudolf Virchow (1821 – 1902) ist uns als Pathologe von Weltruf, weitsichtiger Sozialhygieniker und engagierter Politiker bekannt. Zeit seines Lebens galt sein wissenschaftliches Interesse aber auch der prähistorischen Archäologie, der physischen Anthropologie und der Ethnologie. Über 1100 Schriften veröffentlichte er in diesen Gebieten. Die Ausstellung zeigt den rastlosen Sammler und Ausgräber prähistorischer Funde, den Erforscher der biologisch-physischen Merkmale des Menschen, den Gründer der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte und den Förderer ethnologischer Forschungsreisen. 

Den Festvortrag hält Dr. Wolfgang Steguweit: 

Zur Kunst der kleinen Form
Rudolf Virchow auf Medaillen und Briefmarken

 

Virchow-Medaille
Auf einer zum 19. März 1891 im Hörsaal der "Ersten anatomischen Anstalt" in Berlin von den Unterzeichneten einberufenen Versammlung wurde beschlossen, als Ehrengabe für Rudolf Virchow zu seinem Geburtstag (13. Oktober 1891) eine große Gussmedaille in Gold herstellen zu lassen. Zu diesem Zweck trat ein Commité zusammen, das die Unterzeichneten einer Liste in den geschäftsführenden Ausschuss wählte.

Die verschollene Medaille war aus feinem Gold, von Anton Scharff gefertigt. Sie hatte einen Durchmesser von 180 cm und ein Gewicht von 2,3 kg.  "Gemäß den gefaßten Beschlüsssen ist Frau Geheimrath Virchow ein ebenfalls vortrefflich ausgefallenes Exemplar der Medaille in Silber und den Virchow´schen Kindern je ein Bronzeexemplar übergeben worden." Weiterhin existiert eine Liste, auf der verzeichnet ist, an welche Universitäten im In- und Ausland Bronzeabgüsse verschenkt wurden (aus: Die Goldene R.Virchow-Medaille. Rechenschaftsbericht des Ausschusses, Berlin 1893).

2.Ausstellung am 30.10.2010 um 14.00 c.t.

Europäische Dimension der Medizin in Berlin 

im Spiegel der BerlMedGes

 

Die Ausstellung “Europäische Dimension der Medizin in Berlin” gibt einen Überblick über die Errungenschaften der Medizin in den letzten 150 Jahren. Diese wurden der Ärzteschaft anhand von Vorträgen durch namhafte Mitglieder der Berliner Medizinischen Gesellschaft, durch die Träger der “Albrecht-von Graefe-Medaille” sowie zahlreiche auswärtige Referenten, darunter 12 Nobelpreisträger, vermittelt.

 
In die Ausstellung wird ebenso die Geschichte der Gesellschaft mit einbezogen. Vortragende Mitglieder waren A. von Graefe, R. Virchow, R. Koch und P. Ehrlich. E. von Behring und W.Forßmann. Auswärtige Referenten u.v.a. die Nobelpreisträger: M.F. Perutz, M. Eigen, E. Ruska, F. Lynen, E. Neher, R. Zinkernagel, G. Blobel und H. zur Hausen.


Dargestellt wird auch das Stammhaus der Berliner Medizinischen Gesellschaft (BerlMedGes) und der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Ihr gemeinsamer Sitz war bis 1915 das „Langenbeck-Haus“ in der Ziegelstraße, danach das “Langenbeck-Virchow-Haus” in der Luisenstraße. Während der Jahre 1951 – 1976 tagte dort die Volkskammer der DDR. Währenddessen wich die Berliner Medizinische Gesellschaft nach Westberlin aus. Nach der deutschen Wiedervereinigung kam es zu einem langjährigen Rechtsstreit, bis das Haus mit Wirkung vom 7.4.2003 an die BerlMedGes und die DGCH rückübertragen wurde. Das Langenbeck-Virchow-Haus dient heute, einschließlich der Aesculap-Akademie, weiterhin als Zentrum der Wissensvermittlung mit internationaler Ausstrahlung.

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Betrachten Sie die Einladung zur Ausstellung im pdf-Format (Cave: leider über 8 MB - es dauert also ein wenig):

Einladung zur Ausstellung "Europäische Dimension der Medizin in Berlin" am 30.10.2010